Die Genetische Epidemiologie der Psychose

Institut für Genetische Epidemiologie

Die Symptome schwerer psychischer Störungen reichen von Antriebslosigkeit über Konzentrationsschwierigkeiten hinzu Halluzinationen und Wahnvorstellungen. Auch kognitive und motorische Störungen können auftreten. Die longitudinale multizentrische PsyCourse Studie der LMU München umfasst Patient*innen aus dem affektiven bis psychotischen Spektrum (vor allem Depression, Bipolare Störung, Schizophrenie). An vier Zeitpunkten während eines 18-monatigen Zeitraums wurden umfangreiche Daten (u.a. demografische Informationen, Diagnosen, neuropsychologische Tests und vieles mehr) sowie Biomaterial gesammelt.

In PsyCourse sind wir an der Untersuchung des longitudinalen Verlaufes verschiedener Endpunkte / Phänotypen beteiligt, z.B. der (kognitiven) Exekutivfunktionen, die eine zentrale Rolle bei der Regulation von Gedanken und Aktionen des täglichen Lebens spielen. So konnten beispielsweise in einer genomweiten Assoziationsstudie (GWAS) für den longitudinalen Verlauf von Exekutivfunktionen genomweite signifikante Marker identifiziert und repliziert werden. Für eine darauf aufbauende Pathway Analyse, die den Zusammenhang von biologischen Signalwegen und den longitudinalen Verlauf betrachtet, wurde eine entsprechende Methodik und das R-Paket kalpra entwickelt, das unter dem GWDG gitlab Link heruntergeladen werden kann.

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